Die DVM U12 in Naumburg
(rh) In den letzten Wochen ist viel passiert. Die DVM U12 fand dabei in Naumburg statt und ich durfte das erste Mal dabei sein und die Wettkampfatmosphäre miterleben. Am Freitag war ich allerdings noch in München. Im Nachbarschaftstreff waren Kinder versammelt und auch das Kinderradio Moosach in Person des Schauspielers Sven Hussock war bei uns zu Gast. Hier geht es zum Ergebnis - Podcast: https://open.spotify.com/episode/6OCnKFn8Fv4AuB2QNnXP9n
Dank der Live-Übertragung auf der Seite der Deutschen Schachjugend durften wir den Partien zuschauen. Lukas hatte unerwartet gegen Simon Koberstein von der anderen bayerischen Mannschaft aus Postbauer-Heng verloren. Vroni und David gewannen ihre Partien. Moritzs Stellung war haarscharf, wir waren fast live dabei, die Züge wurden zeitversetzt nach einer Viertelstunde übertragen. Er hatte eine Qualität für die Initiative und Freibauern gegeben. In der Schlüsselstellung fand er nicht den direkten Gewinnzug, statt dessen verlor er ein entscheidendes Tempo und somit die Partie. Der Start war somit etwas misslungen. In der zweiten Runde gegen Werder Bremen lief es für Lukas und Vroni nicht rund, sie verloren. Wir fuhren mit Maxim und seiner Mutter am Freitag morgen los und verfolgten die Partien. Als wir ankamen saßen Vroni und Moritz noch in der bereits fast leeren Halle. Vroni gab erst vor unseren Augen auf, Moritz führte in einer komplizierten Stellung mit einem Bauern, konnte diesen Vorsprung allerdings nicht verwerten. So kassierte die Mannschaft ihre erste Niederlage. In der dritten Runde nachmittags konnte Maxim am 4. Brett gegen Erfstadt spielen. Die Nervosität war ihm von den Zuschauerrängen anzusehen, die Gestik in der Anfangsphase verriet, dass etwas im Argen lag. Auch von Weitem konnte man sehen, dass wahrscheinlich durch einen Abzug die Dame verlorenging. Die Partie schien sicher verloren. Der Gegner machte es ihm nicht leicht und gab seinen Vorsprung Stück für Stück zurück. Hoffnung keimte auf, allerdings war die Dame mit einigen Doppelangriffen zur Stelle und entschied die Partie für die gegnerische Mannschaft. Vroni und David holten die Punkte, Lukas kämpfte am ersten Brett in einer schlechteren Stellung und sein Gegner bot remis. Ohne zu überlegen nahm er dies an. Der Mannschaft gelang mit Ach und Krach der erste Sieg. Auf wen würden wir morgen treffen? Es wurde Fritzdorf. Maxim lieferte eine Glanzpartie mit Qualitätsopfer für Freibauern ab. David und Vroni gewannen, Lukas war noch nicht im Turnier angekommen und verlor erneut.
So schien langsam der verkorkste Auftakt vergessen, der nächste Wettkampf würde entscheidend sein. Staßfurt war unser nächster Gegner. An den ersten beiden Brettern waren sie mit den Haubold-Brüdern besetzt, die wir auf lichess bei verschiedenen Turnieren kennengelernt hatten. Wir rechneten uns Chancen aus, wenn eine von unseren ersten Brettern wenigstens einen halben Punkt holte. Es war nicht unser Turnier da uns dies mit Lukas gelang, aber Vroni unglücklicherweise schwächelte. Maxim lieferte in seiner dritten Partie seinen zweiten Sieg ab. So waren die vorderen Plätze in unerreichbare Ferne gerückt. Ich hatte als nächsten Gegner auf Oberschöneweide getippt und so kam es auch. In der U10-DVM letztes Jahr in Magdeburg konnten wir sie mit 3-1 besiegen. Dieses Mal nahmen sie Revanche und verpassten uns mit dem gleichen Ergebnis die höchste Niederlag im Turnier. Vroni glänzte in ihrer Partie und fuhr den ersten und letzten Punkt ein, nicht so aber die Jungs. Wir erfuhren dies bereits auf der Heimfahrt, da Moritz für Maxim spielte. Wir hätten natürlich eine Platzierung unter den ersten 10 gerne gesehen, aber mit dem 11. Platz waren wir auch zufrieden, da diese DVM lediglich die Generalprobe für unsere eigene zwischen Weihnachten und Neujahr war.