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In Unterzahl Remis sichergestellt (JS)

Gegen die Gäste vom SC Haar 1 musste die erste Garnitur der Schachfreunde München e.V. das 1. Brett leider unbesetzt lassen obwohl acht Spieler anwesend waren. Da laut Regelwerk mindestens drei Stammspieler antreten müssen, blieb nichts anderes übrig, als ein Brett mit einem nicht anwesenden Stammspieler zu besetzen. Trotz des frühen Rückstandes gingen die Schachfreunde unverzagt ans Werk und erspielten sich durch druckvolle Aktivitäten erfolgversprechende Stellungen.
An Brett 7 startete Gupta Saksham bei entgegengesetzten Rochaden einen Bauernangriff um Linien zum gegnerischen König zu öffnen. In einer laut Computeranalyse klaren Gewinnstellung verpasste Gupta in haarsträubenden taktischen Verwicklungen die nicht triviale Gewinnfortsetzung, was seinem Gegner den Ausgleich und Punkteteilung ermöglichte.
An Brett 6 ließ Ardian Ajdar nichts anbrennen und bestrafte einen vorwitzigen gegnerischen Springerausfall in seine Bretthälfte mit einer sehenswerten Kombi, die ihm eine Qualität einbrachte. Gegnerische Versuche auf Gegenspiel führten lediglich zu Dame- und damit unvermeidlichen Partieverlust.
Kayra Pacaro bekam es an Brett 8 mit einem überaus angriffslustigen Gegner zu tun, der scheinbar aus dem Nichts einen Springer opferte, um Kayras König seines Bauernschutzes zu berauben. Doch Kayra behielt die Nerven, wehrte den Angriff mühelos ab und baute seinen Vorteil sogar noch aus. Sein Gegner bewies sich allerdings auch in Verluststellung als findiger Taktiker und zwang Kayra mittels eines weiteren Opfers zu Dauerschach und Punkteteilung.
Auch an Brett 2 war Spannung bis zum Ende garantiert. Namik Krasnikov nahm seinem Gegner die Dame auf Kosten zweier Türme ab. In der nahezu ausgeglichenen Stellung erwies sich Namiks aktives Figurenspiel gegen den in der Brettmitte verbliebenen gegnerischen König als äußerst chancenreich. Es dauerte auch nicht lange, bis sein Gegner unter dem anhaltenden Druck zusammenbrach und den entscheidenden Fehler machte.
An Brett 4 baute Leon Nguyen den Vorsprung der Schachfreunde zwischenzeitlich aus. In einem lebhaften Figurenspiel bekam er zwei gegnerische Leichtfiguren für Turm und Bauer. Obwohl das materielle Gleichgewicht nicht gestört wurde, zahlt sich die Mehrfigur in der Praxis oft aus. So gelang es auch Leon, mit präzisem Spiel einen gewinnbringenden Vorteil zu erlangen und zu verwerten.
An Brett 5 war Martin Markl einem frühen Randbauernvorstoß gegen seine Fianchettostellung am Königsflügel ausgesetzt. Seinem Gegner gelang die Linienöffnung in Richtung von Martins König, woraufhin er den Druck kontinuierlich steigerte. Trotz wackerer Gegenwehr konnte Martin entscheidenden Materialverlust letztendlich nicht mehr verhindern.
Aller Augen richteten sich nun auf Brett 3, wo Lukas-Benedikt Merenda zu diesem Zeitpunkt einen nahezu aussichtlosen Abwehrkampf mit Minusfigur führte. In einem lange Zeit ausgeglichenen Mittelspiel brachte Lukas Gegner seine Bauernmajorität am Königsflügel Schritt für Schritt vorwärts und zwang Lukas, seinen Läufer für die Bauern zu geben.
Trotz der frühen Führung hatten die Gäste eine gehörige Portion Glück nötig, um die Teilung der Mannschaftspunkte zu erreichen 😊

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